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Klimaschutz Heidekreis e.V.


Video mit Katharina Lausberg




Gebäude “klimafit“ machen

Klimaschutz fängt zu Hause in den eigenen vier Wänden an. Doch was kann getan werden, um z.B. ein selbst bewohntes Einfamilienhaus energiesparend umzurüsten? Gibt es finanzielle Unterstützung durch den Staat? Um hierüber zu informieren, veranstaltete der Verein Klimaschutz Heidekreis eine Videokonferenz. Marcel Gebauer, Energieberater bei INFENSA (Institut für energetische Sanierungen aus Hamburg) zeigte in seinem Vortrag Lösungen auf und erklärte die aktuellen Fördermöglichkeiten. Vorrangig ginge es darum, so Gebauer, im Gebäudebestand die Energieverbräuche nachhaltig zu senken. Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind die Rahmenbedingungen für Förderungen bei energetischen Sanierungen geregelt. Zudem spiegelt das GEG die Eckpunkte des Klimaschutzprogrammes in Deutschland bis 2030 wider und erläutert, wie die Anforderungen im Gebäudebestand, der Gebäudehülle (Fassade, Dach, Fenster usw.) und der Heiztechnik sein müssen.

Heizungen haben einen großen Einfluss auf den klimafeindlichen CO2 Ausstoß, besonders wenn mit Gas oder Öl geheizt wird. Ab 2025 besteht eine Austauschpflicht bei veralteten Heizungsanlagen und ein Betriebsverbot von Ölheizungen. Zudem wurde seit diesem Jahr die CO2 Bepreisung in Deutschland eingeführt, welche in den nächsten Jahren die Ausgaben für Gas und Öl deutlich steigen lässt.

Im zweiten Teil des Vortrages stellte Experte Gebauer Fördermöglichkeiten durch den Staat vor. Gefördert werden im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG): Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagen zur Erhöhung der Energieeffizienz, Heizungstechnik wenn sie erneuerbare Energien einbindet sowie Heizungsoptimierungen. Der Staat übernimmt jetzt mit einer verbesserten Förderung bis zu 45 % der Investitionskosten. Die Fachplanung und Baubegleitung wird mit bis zu 50 % gefördert.

Energetische Sanierungen sollten gut geplant sein. Bei der Feststellung des Sanierungsbedarfes einer Immobilie spielen der Jahresenergiebedarf, die Heizlast der Heizungsanlage und die Wirtschaftlichkeit von zu fördernden Maßnahmen die wichtigsten Rollen. Das Institut für energetische Sanierung bietet hierzu Berechnungen an.

Weitere Informationen unter www.infensa.de




Neue Missionen für Gärten

Die Herausforderungen des Klima- und Insektenschutzes könnten auf ein neues Gartenzeitalter hindeuten. Das ist ein Fazit einer Internet-Videokonferenz, die der Verein Klimaschutz Heidekreis organisiert hat. In einer Diskussion von über 60 Gartenfreunden aus dem Heidekreis mit Wolfgang Palme, Abteilungsleiter an der österreichischen Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien und dem Vereinsvorsitzenden Wilfried Stegmann wurden neue Aspekte für die Gartengestaltung besprochen.

Um Klimaschutzziele im Garten umzusetzen, kommen Maßnahmen in Betracht, die dafür sorgen, dass Kohlenstoff gebunden wird. Zum einen funktioniert das durch das Anpflanzen von Gehölzen, zum anderen durch Humusaufbau im Boden.

Beim Anbau von Gehölzen liefern Obst- und Nussbäume, Linden, Buchen, Eichen und viele andere Laubbäume, sowie ganz heidetypisch: Wacholder, durch ihre Blüten gleichzeitig eine Menge Nahrung für Insekten. Bei der Wahl geeigneter Sträucher kommen hiesigen Arten wie Salweide, Weißdorn und Schlehe besondere Bedeutungen zu, denn sie gewähren über 100 Insektenarten Futter und Unterschlupf. Als immergrüne Hecke gelten Ilex und mit einer Rankhilfe auch Efeu als außerordentlich insekten- und vogelfreundlich.

Wer sich mit Gemüsebau befasst, sollte sich in diesem Teil des Gartens mit Humusaufbau und dem Halten des Humusgehaltes auf gutem Niveau beschäftigen. So kann Kohlenstoff im Boden gebunden werden. Regelmäßige Gaben von ca. 1 kg Kompost pro Quadratmeter und Jahr gewährleisten meist eine hinreichende Nährstoffversorgung des Gemüsefeldes. Kompost, z.B. von der Kompostanlage in Bomlitz-Benefeld, ist nicht nur ein guter Humuslieferant, sondern auch ein ausgewogener Multidünger. Durch Bodenproben sollte die Nährstoffversorgung regelmäßig überprüft werden, um Unter- oder Überversorgungen mit Pflanzennährstoffen zu vermeiden.

Zusätzlich sollte ein Großteil der Gemüseflächen in der warmen Zeit mit einer Schicht aus Grasschnitt, Stroh, Strohmehl oder Laubresten gemulcht werden. Eine Mulchschicht wirkt wie ein Sonnenschutz für den Boden: Auf diese Weise verdunstet wesentlich weniger Wasser und das Bodenleben wird vor UV-Licht und somit der Boden vor Erosion besser geschützt. Regenwürmer und andere wichtige Bodenlebewesen werden durch Mulch gefördert. Zudem verringert sich durch Mulchverwendung der Unkrautdruck.

Eigenes Gemüse zu Weihnachten ernten

Wolfgang Palme machte sich in der Diskussion für den ganzjährigen Anbau von Gemüse stark, also auch im Winter. Zwar sind die Erträge nicht so hoch, wie im Sommer, aber wer im September beginnt, Möhren, Endiviensalat und Radieschen anzubauen, hat gute Chancen, zu Weihnachten eigenes frisches Gemüse zu ernten. Auch zahlreiche Salat- und Kohlarten eignen sich hervorragend für den Winteranbau. Dies gilt sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus. In seinen Büchern hat er altes Gartenbauwissen neu entdeckt und er organisiert in Wien 4 mal im Jahr zu jeder Jahreszeit spezielle Pflanzenmärkte. Er sieht im Winteranbau von Gemüse auch für gewerbliche Betriebe gute Zukunftsperspektiven, denn es sei ein Unding, dass frisches Gemüse im Winter nur mittels klimaschädlicher Transporte in Supermärkten angeboten wird.

Insekten gezielt fördern

Um für die Insekten etwas zu tun, können jetzt im Mai und Juni Blühwiesen angelegt werden. Dazu wird von Rasenflächen die Grasnarbe abgetragen. Beim Saatgut für Blühwiesen sollte auf Wildblumenmischungen geachtet werden, da Wildblumen abwechslungsreichere und angepasstere Nahrung für Insekten bieten, als gezüchtete Blumen. Überhaupt sollten sich Gärten stärker um den Naturschutz verdient machen. Jede heimische Pflanze im Garten hilft, deren Aussterben zu verhindern. In Naturgärten werden hauptsächlich heimische Wildpflanzen angebaut, durch ihr natürliches Vorkommen sind sie an trockene Standorte angepasst.

Naturnahe Flächen können durch einen möglichst geschlossenen Bodenbewuchs besonders pflegeleicht gestaltet werden. Wildblumenwiesen brauchen nur ein- oder zweimal jährlich gemäht zu werden. Heimische Wildstaudenbeete sind bei fachgerechter Anlage weniger anfällig für Verunkrautung. Totholzbereiche im Garten können nicht nur dekorativ sein, sondern auch Lebensraum für Insekten, Reptilien, Igel und viele andere Tiere bieten.

Trockene Pflanzenstängel dienen häufig als Brutkammern von Insekten. Deshalb sollten sie im Frühjahr lange stehen bleiben oder trocken und geschützt zwischengelagert werden.

Das Summen von Insekten ist ein Sound, der nicht nur Gartenherzen höher schlagen lässt. Naturnahe Gärten weisen eine hohe Biodiversität auf. Unter der Internetadresse www.naturgarten.org sind Bezugsadressen und Anregungen für einen naturnahen Gartenbau zu finden.

Wolfgang Palme während des Zoom-Vortrags
Wolfgang Palme, Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn in Wien.



Vortrag zu Laubbaum-Unterpflanzungen am 25. März

„Wald und Wasser - Wald und Klima“ lautete der Vortrag von Diplom-Forstingenieur Matthias Metzger, Naturschutzbeauftragter der Klosterforsten Hannover. Eingeladen zu dieser Internet-Diskussion hatte der Verein Klimaschutz-Heidekreis.

Die Wälder der Erde enthalten etwa ebenso viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre (ca. 700 Mrd. t) und stellen damit einen wichtigen Speicher im globalen Kohlenstoffhaushalt dar. Jährlich werden 6 Mrd. t Kohlenstoff aus fossilen Kohlenstoffvorräten zusätzlich in die Atmosphäre abgegeben, hinzu kommen 2 Mrd. t aus der Zerstörung von Wäldern. Die natürlichen Systeme (inklusive der Wälder) können aber nur etwa 3 – 4 Mrd. t C jährlich aufnehmen, das heißt jährlich gelangen etwa 3 Mrd. t Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre und verstärken somit den Treibhauseffekt.

Intakte Wälder dienen durch Aufnahme und Bindung von CO 2 in Holz als Kohlenstoffsenken. Aber durch die Zerstörung, insbesondere durch Brandrodung von Wäldern, werden diese zu Kohlenstoffquellen.

Die Wälder in Deutschland sind aktuell stark geschädigt. Die langen Trockenperioden der letzten Jahre stresst die Bäume. Hinzu kommen Schädlinge wie Borkenkäfer, die vor allem Fichten befallen und zu großflächigem Absterben ganzer Waldbestände führen. Auch Sturmschäden haben in den letzten Jahren immer wieder großflächige Schäden verursacht.

„Die Trockenheit der letzten drei Jahre hat die Grundwasserspeicher austrocknen lassen und führt vor allem bei älteren Bäumen, die tief wurzeln, zu massiven Schäden“, erläutert Matthias Metzger. Neben Fichten seien vor allem auch Buchen und in einigen Regionen auch Kiefern stark betroffen.

Grundwasser, aus dem ein Großteil unseres Trinkwassers gewonnen wird, entsteht aus Niederschlägen, die im Boden versickern. Wälder spielen dabei als Sickerfläche für Niederschläge eine zentrale Rolle. Insbesondere unter Laubwäldern wird im Vergleich zu anderen Landnutzungsformen mehr Grundwasser besserer Qualität gebildet.

Vor allem findet im Winterhalbjahr, wenn kein Laub auf den Bäumen vorhanden ist und das Wasser ungehindert in den Boden abfließen kann, in Laubwäldern eine hohe Grundwasserneubildung statt.

Um Wälder in Deutschland für mehr Klima- und Wasserschutz zu optimieren und anzupassen, werden vorhandene Nadelholzreinbestände (Monokulturen) aus Kiefern und Fichten mit Laubbäumen unterpflanzt. Diese Umwandlung von Nadelwald in Laub- und Mischwälder bezeichnet man als Waldumbau.

In der anschließenden Diskussion wurde vereinbart, dass der Verein Klimaschutz derartige Vorhaben tatkräftig unterstützen möchte. Im kommenden Herbst beabsichtigt der Verein, nach Angaben des Vorsitzenden Wilfried Stegmann, auf einer vorbereiteten Fläche im Heidekreis mehrere tausend Bäume zu pflanzen. Neben jungen Eichen und Buchen sollen gemeinsam dabei auch insektenfreundliche Baumarten wie Linden und Wildobst eingesetzt werden. Durch die Vielfalt von Pflanzenarten kann die Widerstandsfähigkeit in Mischwäldern verbessert werden. Die jungen Bäume müssen zum Teil gewässert und durch Wildzäune geschützt werden. Mit Hilfe von Spendengeldern will der Verein dazu beitragen, einen Teil der Kosten zu decken. Wer sich aktiv einbringen möchten, kann dem Verein beitreten oder einen Betrag spenden. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite www.klimaschutz-heidekreis.de.


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Vor allem Fichtenwälder leiden aktuelle unter Trockenheit, Sturmschäden und Borkenkäfern.
 
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Laubwälder sind naturnahe Lebensräume, Grundwasserspender und Kohlenstoffsenken.


Hier die Pressemeldung als PDF herunterladen.

Pfandbon-Spenden aus dem EDEKA-Markt Dorfmark

Stolze 303,44 € aus Pfandbon-Spenden überreichte Carmen Wittenberg vom Edeka-Markt Steffen Siegl in Dorfmark an den gemeinnützigen Verein "Klimaschutz Heidekreis". Vereinsvorsitzender Wilfried Stegmann und Schatzmeister Joachim Jaksch nahmen den Betrag dankend entgegen. Beide freuten sich riesig über die Unterstützung, die sie für weitere Klimaschutz-Aktivitäten in der Region einsetzen möchten. So plant der Verein ein Seminar für das Anlegen von klima- und insektenfreundlichen Gärten und einen Vortrag über naturnahen Waldbau. Außerdem sollen im Herbst Baumpflanzaktionen unterstützt werden.


Scheckübergabe Edeka Dorfmark
Scheckübergabe im Edeka Steffen Siegl in Dorfmark







In Dorfmark wurde am 18. November 2019 der Verein „Klimaschutz Heidekreis“ gegründet.

Unser Ziel

Das Ziel des Vereins ist es, mit Veranstaltungen über Möglichkeiten für mehr Klimaschutz zu informieren.
Schwerpunktmäßig soll es um Themen wie die Minderung von umwelt- und klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen und
um Folgen der Nutzungen fossiler Energien gehen.
Der Verein möchte erreichen, dass in der Heidekreis-Region der Klimaschutz auf privater und kommunaler Ebene schneller vorankommt.
Deshalb sollen Aktivitäten, Forschungen und Erfindungen für mehr Klimaschutz initiiert und gefördert werden.
Gleichzeitig müssen auch Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren wie Dürre, Erosion und Extremwetter entwickelt und getroffen werden.

Was fordern wir?

Der Verein „Klimaschutz Heidekreis“ fordert einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel dürfen nicht länger geleugnet werden.
Sie müssen schnell zu Handlungen für mehr Klimaschutz und Klimafolgenanpassung führen und zügig gesetzlich verankert werden.
Nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft und Privatpersonen sollten ihr Möglichstes tun,
um auch kommenden Generationen eine lebenswerte und gesunde Umwelt zu erhalten.


Jetzt ist es Zeit zum Handeln !






Klimaschutz Heidekreis e.V.

Idinger Heide 20
29683 Bad Fallingbostel
Tel. 05162 5125
E-Mail: info@klimaschutz-heidekreis.de

Amtsgericht: Walsrode
Vereinsregisternummer: 201544

vertreten durch:

Foto Wilfried Stegmann
Wilfried Stegmann
1. Vorsitzender
Foto Ursula Hillmann-Fachinger
Ursula Hillmann-Fachinger
2. Vorsitzende
Foto Peter Förster
Peter Förster
3. Vorsitzender
Foto Joachim Jaksch
Joachim Jaksch
Schatzmeister
Foto Carmen von Ohlen
Carmen von Ohlen
Schriftführerin


Mit Beiträgen neuer Mitglieder und Spenden soll die finanzielle Grundlage für die Vereinsaktivitäten gelegt werden.
Zudem können und sollen Mitglieder auch Ideen und ihr Engagement in die Vereinsarbeit einbringen.

Spenden bis zu 200 Euro an "Klimaschutz Heidekreis e.V." können Sie ohne Spendenquittung
mit Ihrem Einzahlungsbeleg der Überweisung oder mit Ihrem Kontoauszug beim Finanzamt einreichen.
Für höhere Spenden erhalten Sie eine Spendenquittung.


Bankverbindung
Klimaschutz Heidekreis e.V.
IBAN DE23 2406 0300 2436 2140 00
(Volksbank Lüneburger Heide eG)



Der Verein "Klimaschutz Heidekreis" ist als gemeinnützig anerkannt.



» Hier geht's zur aktuellen Satzung vom 27. Oktober 2020 «



Foto der Vereinsgründung am 18.11.2019.
Der Verein „Klimaschutz Heidekreis“ wurde am 18.11.2019
in Dorfmark gegründet.
Vorstand des Klimaschutz Heidekreis e.V.
Der Vorstand (v.l.n.r.: Wilfried Stegmann, Ursula Hillmann-Fachinger,
Peter Förster, Joachim Jaksch, Carmen von Ohlen).